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10.03.2011 | Jan Obri
Nein, Allo Darlin ist keine Band, die man auf Anhieb kennen müsste. Hat man aber die Gelegenheit, sie live sehen zu können, empfehle ich diese wahrzunehmen!
Ein Brainstorming mit den Begriffen »Colmar« und »Musik« brachte mich bis vor Kurzem unweigerlich auf eine einzige Antwort: »Foire aux Vins d'Alsace«. Allerdings bietet auch das Innenstädtchen mindestens eine tolle, wenn auch skurrile Konzertlocation: das »Cinéma Colisée«. Dort begeisterten mich vergangene Woche die teils australische, teils britische Band Allo Darlin.
Oh ja, so hat es der gemeine Indie-Hörer gern.
Das Cinéma ist, wie der Name bereits vermuten lässt, tatsächlich ein Kino, und das Konzert fand in Saal 3 statt. Darin angekommen stachen einem direkt reihenweise rosarote Kinosessel und daneben vier genierte Musikermenschen hinter einem provisorischen Merch-Stand ins Auge.
Der Gig begann mit leichter Verspätung, den Grund dafür konnten wir in unseren tiefen Sesseln lümmelnd nur vermuten. Das störte die Gäste (uns eingeschlossen) allerdings wenig. Kurze Zeit später wurde es dunkel, die Band huschte zur »Bühne« (die Stelle zwischen Leinwand und erster Reihe), und schnallte sich ihre Werkzeuge um.
Was folgte, waren ca. 70 Minuten Folkpop-Genuss.
Wer schon mal in London war, und dort eventuell sogar eine etwas längere Zeit verbracht hat, dem geht bereits bei den ersten beiden Liedern das Herz auf. Die Frontfrau singt von »night busses« und »shoreditch«. Der Zuhörer weiß bereits in diesem frühen Konzertstadium nicht, ob er sich gemütlich im zu großen Kinosessel eingraben soll oder hysterisch nickend am Leinwandrand zappeln müsste. Fragen über Fragen. Viele davon beantwortet das Quartett auf seine ganz eigene charmante Weise: Sie übernehmen das Zappeln und überlassen mir das »in-Erinnerungen-schwelgen«.
Musikalisch bewegen sich Allo Darlin irgendwo zwischen Belle & Sebastian und Kate Nash. Die Band um Sängerin Elizabeth Morris macht großen Spaß, ist dabei aber – und das ist gar nicht negativ gemeint – nichts Besonderes; Musik muss ja auch nicht täglich neu erfunden werden. Man kann nur hoffen, dass sie im schnell rotierenden britischen Indiepop-Karussell nicht gleich wieder aus der Umlaufbahn geschleudert wird, sondern den Leuten noch einige schöne Konzerte bieten können.
21.08.2011
Jan Obri
Bezeichnender Song für meine wieder entdeckte Liebe zu 60s, Soul und R&B...
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Thomas H.: Hallo Markus Muffler, tolles Konzert. Danke fürs möglich machen. Es ist nun Zeit für mehr FZ... [mehr]
Stephan: Hi there, vielen Dank für das wundervolle Konzert gestern abend! Es war ein echtes Vergnügen... [mehr]
RTC: Panzerballett, ja, bei der Band geht auch so einiges [mehr]
Pianow: Wundervoll. Auch hier kann ich nur sagen: Gerne mehr! [mehr]
Pianow: Das ist einer meiner Lieblingspodcasts! Gerne mehr davon :) [mehr]