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05.11.2010 | Dennis Wiesch
Dass Beck ein musikalisches Genie ist, hat er in den letzten Jahren ein ums andere Mal bewiesen. Man muss sich nur wegweisende Alben wie »The Information« oder »Modern Guilt« anhören, um zu verstehen was ich meine. Back Hansen hat nie Halt vor irgendwelchen Grenzen gemacht und immer stringent sein eigenes Ding durchgezogen. Zusätzlich ist auch interessant zu wissen, dass Beck ein großartiger Multiinstrumentalist ist, der viele seiner Songs auch gerne mal im Alleingang einspielt und seine Platten mit Hilfe Genre prägender Produzenten wie den Dust Brothers (Beastie Boys, Rolling Stones) oder Nigel Godrich (Radiohead, Paul McCartney) aufnimmt. Zusätzlich produzierte er in der jüngeren Zukunft auch Songs für Jamie Lidell und das fantastische Album »IRM« von Charlotte Gainsbourg.
Nun folgt mit dem von Beck ins Leben gerufenen »Record Club« der nächste Geniestreich. Dieser »Record Club« ist ein loser Verbund vieler verschiedener Musiker, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, an einem Tag ein komplettes vorher ausgewähltes Album nachzuspielen; das Ganze natürlich versehen mit einem Augenzwinkern. Dabei bildet das Ursprungsalbum das Grundgerüst, von dem die Musiker sich inspirieren lassen, um den einzelnen Songs einen komplett neuen Anstrich zu verpassen. Oftmals wurde direkt der erste »Take« als finale Version ausgewählt. Die fertigen Songs werden dann wöchentlich auf der eigens eingerichteten Website als Video, professionell gefilmt und in bester Klangqualität, eingestellt. Bisher hat der »Record Club« fünf Alben neu vertont.
Los ging es mit »Velvet Underground & Nico«, auf dem unter anderem Nigel Gondrich, Brian Lebarton (Mitglied von Beck’s Band), Joey Waronker (Smashing Pumpkins, Elliott Smith, REM) und der Schauspieler, Gitarrist und Schwager von Beck, Giovanni Ribisi (Lost In Translation) mitspielten.
Als zweites Projekt durfte dann Leonard Cohen’s »Songs Of Leonard Cohen« herhalten. Hieran partizipierten unter anderem Devendra Banhart, Ben, Andrew und Will von der Band MGMT und Andrew Stockdale von Wolfmother.
Für die Aufnahme des dritten Albums - »Oar« von Skip Spence - mietete sich der Club in die legendären Sunset Sound Studios ein, das Studio in dem schon die Doobie Brothers viele Alben und die Rolling Stones das große „Exile On Main Street« aufnahmen. Viele Zufälle kamen zusammen und so fanden sich für die Realisierung dieses Projektes die Band Wilco, Jamie Lidell, die Sängerin Leslie Feist und James Gadson, der Schlagzeuger Bill Withers’, zusammen und spielten ihr meiner Meinung nach bisher eindruckvollstes Werk ein.
In Durchgang Nummer Vier wurde DAS Album schlechthin aus dem Jahre 1987 neu vertont: »Kick« von INXS. Auch hier sind absolut hörenswerte Neuinterpretationen der Klassiker »Need You Tonight«, »Mystify« oder »Guns In The Sky« entstanden. Diese Songs wurden innerhalb on 12 Stunden im März dieses Jahres mit Mitgliedern der Bands »St. Vincent« und »Os Mutantes« eingespielt. In den Videos ist deutlich zu erkennen, wie viel Spaß dieser Aufnahmetag gemacht haben muss und die hier entstandenen Versionen sind wirklich beeindruckend.
Das bisher letzte Werk ist »Yanni Live At The Acropolis«, für das Beck bei der Umsetzung der komplexen Orchesterarrangements tatkräftige Unterstützung von Sonic Youth’s Thurston Moore und der Band Tortoise erhalten hat.
Weitere Alben sind angeblich in der Planung, so darf man gespannt und hoffnungsvoll sein, dass sich der »Record Club« in der Zukunft noch viele Male treffen wird, um fantastisch fantasievolle Versionen aus mehr oder weniger wegweisenden Originalstücken zu komponieren und einzuspielen. Beck rules!
Wer übrigens gerne die Soundfiles zu den einzelnen Alben hätte, muss nur ein wenig auf die entsprechenden Internet-Suchmaschinen zurückgreifen…
21.08.2011
Jan Obri
Bezeichnender Song für meine wieder entdeckte Liebe zu 60s, Soul und R&B...
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Thomas H.: Hallo Markus Muffler, tolles Konzert. Danke fürs möglich machen. Es ist nun Zeit für mehr FZ... [mehr]
Stephan: Hi there, vielen Dank für das wundervolle Konzert gestern abend! Es war ein echtes Vergnügen... [mehr]
RTC: Panzerballett, ja, bei der Band geht auch so einiges [mehr]
Pianow: Wundervoll. Auch hier kann ich nur sagen: Gerne mehr! [mehr]
Pianow: Das ist einer meiner Lieblingspodcasts! Gerne mehr davon :) [mehr]