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04.01.2010 | Dennis Wiesch
Ist es Dir nicht auch schon öfters so ergangen, dass Du verzweifelt nach detaillierteren Informationen und kompletten Diskografien bestimmter Künstler, Musikalben oder Labels gesucht hast? Dass Du wissen wolltest, an welchen Produktionen (außer seinen eigenen natürlich) z.B. Wayne Shorter beteiligt war? Die Musikplattform »Discogs« bietet genau diese Hilfe.
Discogs entstand im Jahre 2000 und war ursprünglich nur dafür gedacht, dass der Gründer Kevin Lewandowski eine Art eigene Datenbank besitzen wollte, in die er seine Plattensammlung einfügen konnte. Daraus entstand der Gedanke, dieses Portal öffentlich zu machen. Man kann sich kostenlos regisitrieren, geht damit keinerlei Verpflichtungen ein und hat diverse Möglichkeiten.
So kann man seine eigene Sammlung und genauso seine private Suchliste anlegen und verwalten. Bemerkt man, dass die eigene Platte noch nicht bei Discogs gelistet ist, kann man diese nach ein paar bestimmten Regeln selbst eintragen. Die Datenbank wächst somit stetig aufgrund der Aktivität der Mitglieder. Die Einträge werden von Moderatoren kontrolliert und frei gegeben.
Seit etwa vier Jahren bietet Discogs auch die Möglichkeit an, selbst Tonträger zu kaufen und verkaufen. Wesentlich angenehmer als z.B. bei Ebay kann man hier seine Platten zum Verkauf einstellen, legt einmalig den Preis fest und wartet einfach so lange, bis jemand das gute Stück kauft. Und wenn man möchte, bekommt man jeden Tag von Discogs eine E-Mail, in der alle aktuellen Verkäufe von Platten der eigenen Suchliste aufgelistet sind. Schlechte Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht, die Verkäufer sind allesamt sehr freundlich und zuverlässig und die Platten und CDs auch im angegebenen Zustand.
Auch zu Recherchezwecken eignet sich Discogs hervorragend. Bleiben wir beim Beispiel Wayne Shorter. Neben einer Auflistung seiner eigenen Alben kann man desweiteren herausfinden, auf welchen Alben anderer Künstler er mitgewirkt hat, auf welchen Compilations er vertreten ist, auf welchen Labels in welchem Jahr seine Musik veröffentlicht wurde und welche Alben er womöglich auch produziert hat.
Discogs war ursprünglich ein Portal für elektronische Musik wie House und Techno, doch durch den rasanten Anstieg der Mitgliederzahl und Besucher der Website (ca. 200.000 am Tag) findet man aber mittlerweile viele gelistete Tonträger aus so ziemlich jedem anderen Genre von Jazz und Weltmusik bis Pop. Und die Zahl ist täglich steigend. Der aktuelle Stand liegt bei etwa 1.7 Millionen Tonträgern.
Zu guter Letzt möchte ich Euch noch das Discogs-Forum empfehlen. Hier kann man mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten, Fragen stellen, diskutieren und viel Interessantes erfahren. So gibt es z.B. einen Thread, wo sehr ausführlich für viele Städte weltweit jeweils alle möglichen Plattenläden mit Adresse und Genre aufgeführt sind.
22.08.2011
Jan Obri
Bezeichnender Song für meine wieder entdeckte Liebe zu 60s, Soul und R&B...
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