Passwort vergessen? Klicke hier
02.12.2009 | Dennis Wiesch
Triosence ist, wie der Name es schon sagt, ein deutsches Jazztrio. Zusammen mit seinen beiden Mitstreitern Matthias Nowak am Bass und Stephan Emig am Schlagzeug kann der 1979 geborene Bernhard Schüler, Pianist und Kopf des Trios, auf eine bisher äußerst beeindruckende Karriere zurückblicken.
Schüler spielt Klavier seitdem er sieben Jahre alt ist und studierte erfolgreich an der Kölner Musikhochschule. Er gewann insgesamt vier (!!!) mal den Bundespreis “Jugend Jazzt”, davon zweimal (2000 und 2001) mit Triosence. Auch seine beiden langjährigen musikalischen Begleiter Nowak und Emig sind studierte Musiker, verzeichnen eine langjährige Erfahrung in verschiedensten Formation wie Orchestern, Ensembles und Bands und verfügen über ein breites musikalisches Spektrum von Pop, Klassik und natürlich Jazz.
Das erste Mal richtig auf sich aufmerksam machte die Formation im Jahre 2002 mit ihrem Debutalbum “First Enchantment”, “Away for a while” ist 2005 erschienen und ihr noch aktuellstes Album trägt den Namen “When you come home” und ist 2008 veröffentlicht worden.
“First Enchantment” begeisterte die Musikwelt mit einem sehr fantasiereichen Klavierspiel und einem durchweg perfekt aufeinander abgestimmten Trio. Die einzelnen Stücke sind beinahe durchweg Balladen, begeistern gelegentlich durch Tempowechsel und bieten den Musikern jeweils viel Raum für Improvisationen und Soli. Die komplett von Bernhard Schüler eigens komponierten Songs durchzieht eine eher melancholische Grundstimmung und ist von anmutig schönen Melodien durchsetzt.
Dieser rote Faden wurde dann auf dem Nachfolgewerk “Away For A While” wieder aufgenommen und schön weitergeführt. Auch dieses Album strahlt nur so vor Spielfreude und Lebendigkeit, die Songs sind sehr eingängig, beschwingend und lassen viel von Schülers Kreativität durchblicken. Kein Song klingt wie der andere und es ist eine angenehme Weiterentwicklung herauszuhören.
Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte Triosence dann letztes Jahr mit der Platte “When you come home”. Der Sound und die Arrangements wurden nochmals verfeinert, zu den Aufnahmen reiste man extra nach Oslo zu dem norwegischen Toningenieur Jan Erik Kongshaug, der sich vor allem durch seine Arbeit für das Label ECM einen Namen gemacht hat. Dieses Album öffnet sich dem Zuhörer mehr als seine Vorgänger, eine gewisse Leichtigkeit durchschwingt die CD von Anfang bis Ende. Wirklich bemerkenswert, dass dieses Trio es sich nicht einfach sehr leicht macht, und sich diverser Jazzstandards bedient und aus diesen eigene Coverversionen bastelt. Nein, auch hier stammt jedes Stück aus der Feder von Bernhard Schüler und man fragt sich langsam im positiven Sinne, wo das alles noch hinführen soll. Schon seit längerem werden Vergleiche zu dem legendären Esbjörn Svensson Trio laut, die in gewisser Weise auch gerechtfertigt scheinen, aber letztenendes Triosence doch für einen sehr eigenständigen und breitgefächerteren Sound stehen.
Für den Sommer 2010 ist der vierte Streich der drei sympathischen Deutschen geplant, und wird mit einem Novum aufwarten. Für das kommende Album konnte die amerikanische Jazzsängerin Sara Gazarek engagiert werden. Auf das Resultat sind wir jetzt schon äußerst gespannt!
Die würde ich sehr gerne mal live in Concert sehen!
Anna
05.12.2009 | 17:51
Auch ich bin sehr gespannt auf das Resultat. Der Artikel hat meine Neugierde und mein Interesse geweckt, danke für den Tipp!
Feba
07.12.2009 | 10:48
Triosence ist, wie der Name es schon sagt, ein deutsches Jazztrio - Hä? Also mir sagt das der Name nicht!
Aktuelle Sendung:
Radio Podcast #009:
»Freistil die Zweite«
05.03.2010 | Dennis Wiesch
Alle Sendungen: Archiv
08.03.2010
Jan Obri
Möglicherweise DIE neue Stimme am Pophimmel. Camera Obscura machen aus blümerant glücklich.
Möchtest Du unseren Newsletter erhalten?
Strike: Die Tonbruket finde ich auch ganz toll.
Läuft bei mir seit Wochen rauf und runter.
Bin... [mehr]
Strike: Bin gerade durch Zufall auf eure Seite gestossen. Danke an Google!
Ausgezeichnete... [mehr]
Jon: Soul Jazz ist richtig gut.
Alleine wegen der umfangreichen und informativen Booklets lohnt... [mehr]
Markus Muffler: @John: Vielen Dank fuer die aufmunternden Worte. Wir versuchen unser Bestes. Das Team ist in... [mehr]
Anna: Vielleicht ist bei live Alben ja auch etwas anderes, wenn man vorher auf dem Konzert war. Denn... [mehr]