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01.12.2009 | Dennis Wiesch
Beim ersten Lesen des Buchtitels wird man erstmal etwas stutzig. Warum in aller Welt sollte man sich ein Buch über tote Musiker zulegen? Nimmt man sich allerdings ein wenig Zeit und denkt nochmals in Ruhe darüber nach, wird einem schnell bewusst, wie fantastisch die Idee zu dieser äußerst interessanten Lektüre ist.
In seiner mittlerweile dritten Ausgabe feiert die Berliner „Edition Observatör“ seine Idole und huldigt sie in diesem Buch. Sie verstehen „The Beat Goes On“ keineswegs als Trauerbewältigung, der Spaß an der Musik und das Lachen über teilweise besonders dämliche Todesumstände steht hier eindeutig im Vordergrund.
Auf etwa 480 Seiten sind in diesem Kalender, der in seiner Form und Aufmachung stark an ein typisches Gesangsbuch erinnert, mehr als 1100 tote Musiker aufgelistet. Zum Start jeder Woche gibt es den „Death of the week“, in dem die Redakteure in privaten Anekdoten dem Tod einzelner Musiker erinnern.
Am Ende des Buches gibt es zu diversen Musikern wie John Lennon, Kurt Cobain und Elvis Presley noch gesammelte Verschwörungstheorien und einen Statistikteil. Hier kann man erfahren, wie viele Drogenopfer (95) oder Selbstmorde (63, davon 16 durch einen Strick) es gab.
Manch einer mag „The Beat Goes On“ als makaber und unehrenhaft empfinden, für mich allerdings wird beim Durchblättern und Lesen ganz klar deutlich, mit wie viel Liebe zur Musik, Herzblut und Leidenschaft die Autoren dieses Buch zusammengestellt haben.
Weitere Infos und Bilder findet man auch unter www.tbgo.de.
Sebastian
03.12.2009 | 00:03
Auf der Website des Verlages gibt es auch noch das "Update", bei dem Künstler aufgeführt werden, die seit der Produktion des Kalenders verstorben sind: http://www.tbgo.de/update.html
Andreas
03.12.2009 | 10:47
Wow, die Herausgeber organisieren heute Abend eine Veranstaltung zur Buchveröffentlichung. Da ich heute in Dresden bin schaue ich direkt mal vorbei. Danke für den Tipp! Grüße von Andreas
Sieht ein wenig aus wie die Gesangbücher die ich noch aus dem Konfirmantenunterricht kenne.
Manfred der
03.12.2009 | 16:41
Siehste, bei den Katholen war das Gotteslob schön rot in Plaste eingebunden.
Also das Gotteslob das ich zu meiner Erstkommunion bekommen habe sah ziemlich genauso aus.
Aus Plaste war der Einband übrigens auch nicht...
Unterhaltsamer als ein Gotteslob ist das Buch hier aber allemal. Hatte die erste Auflage.
Ich hab das Buch gewonnen, durch Eure Verlosung. Stimme zu - sieht aus wie das Gesangbuch aus dem Konfiunterricht, aber tolle Idee und interessant zu lesen.
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