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24.04.2011 | Jan Obri
Noah and the Whale sind eine Band, die für einen kontinuierlichen Reifeprozess stehen. Nicht auf dieselbe Art und Weise wie das in diesem Zusammenhang gern benutzte Beispiel Radiohead, so weit möchte ich mich gar nicht aus dem Fenster lehnen. Jedoch ist die Musik von Noah and the Whale in einem immer andauernden Veränderungsprozess, der die klassische Album-vergleichen-Aufgabe im Zusammenhang mit einer Plattenrezension mühsamer macht – zum Glück – denn dann kann schon niemand behaupten, sie klängen wie Oasis.
»Last Night on Earth« erschien am 25.03.2011 und ist der neueste dokumentierte Arbeitsnachweis einer Band, deren Songs mir bisher überwiegend als Remixes bekannt waren. Da gibt es nämlich ein paar großartige, z.B. The Twelves' Interpretation von »Blue Skies« - aber das ist ein ganz anderes Thema. »Blue Skies« stammt vom Vorgänger des aktuellen Albums (»The First Days of Spring«), das eine sehr zurückhaltende und nach innen gerichtete Platte ist, die sich beinahe mit Unterwassergeschwindigkeit bewegt. »Last Night on Earth« hingegen besitzt eine Neugier, eine Ausstrahlung, eine Romantik und eine Rastlosigkeit, die ich bei Noah and the Whale vorher noch nicht entdecken konnte (Remixes ausgeschlossen). Ich war vom musikalischen Wandel doch so sehr überrascht, ich musste beim ersten Hören zweimal den CD-Player öffnen um mich vom Tonträgeraufdruck zu überzeugen. Der auffällige rote Faden, der das Album durchzieht, ist teilweise von Lou Reeds 1973 erschienenem »Berlin« sowie von Tom Waits' 1972 veröffentlichten »Bone Machine« inspiriert. Warum? Weil das Frontmann Charlie Fink so sagt: »It's just people songs [...] these are simple stories, so you could tell them in hundreds of different ways, and the way you tell them, that's sort of the music.«
Charlie Finks Kombo präsentiert uns diese »people songs« auf eine sehr breite und hymnische Weise, speziell in Liedern wie »L.I.F.E.G.O.E.S.O.N.« und »Tonight's the Kind of Night«. Andere Beispiele hingegen stehen für unerschrockenen und ungenierten Pop, namentlich »Just Me Before We Met« und »Life is Life«. Textlich variiert das Album von sehr nostalgischen bis hin zu vitalem twentyfirstcentury Stil, stets ausgestattet mit einem gesunden Hunger auf Abenteuer und Ungewisses.
Fink sagt: »[...] from the beginning I wanted to write a record that had that excitement of being young and being in the night. I think it's that naivity — that feeling that things are happening everywhere except where you are, wondering what's out there in the wide world.« Das hat er meiner Meinung nach geschafft. Ich hatte bei einer Platte schon lange nicht mehr dieses Gefühl des unbekümmerten Durchatmens, des selbstbewussten Nickens, des unermüdlichen Drangs mit dem rechten Fuß Takt zu geben - »and it feels like this new life can start.«
21.08.2011
Jan Obri
Bezeichnender Song für meine wieder entdeckte Liebe zu 60s, Soul und R&B...
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Thomas H.: Hallo Markus Muffler, tolles Konzert. Danke fürs möglich machen. Es ist nun Zeit für mehr FZ... [mehr]
Stephan: Hi there, vielen Dank für das wundervolle Konzert gestern abend! Es war ein echtes Vergnügen... [mehr]
RTC: Panzerballett, ja, bei der Band geht auch so einiges [mehr]
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Pianow: Das ist einer meiner Lieblingspodcasts! Gerne mehr davon :) [mehr]