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16.06.2010 | Dennis Wiesch
Jazz bietet Freiräume wie sonst keine andere Musikrichtung. Es gibt keine Grenzen oder Reglementierungen, jedes noch so abwegige Experiment ist legitim. Doch gibt es auch im Jazz ein paar wenige Instrumente, die man nicht unbedingt in dieser Musik erwartet. Die Geige in etwa ist genau so ein Beispiel. In vielen gängigen Jazzproduktionen ist und war sie nie vertreten. Eigentlich ist es vor allem Jean-Luc Ponty und Stephane Grappelli zu verdanken, dass der Gedanke an eine Verknüpfung von Violine und Jazz nicht vollkommen abwegig erscheint.
Ein weiterer Jazzgeiger ist der 29 Jahre alte Schweizer Tobias Preisig. Er studierte am Jazz Department der New School University New York, tourte mit einem Orchester durch Europa, lernte in Paris und wurde schon mit diversen Schweizer Kulturförderpreisen ausgezeichnet. Für sein erstes Album hat Preisig weitere junge Jazzmusiker aus der Schweiz um sich geschart und mit ihnen für das New Yorker Label »ObliqSound« sein Debütalbum »Flowing Mood« eingespielt. Die weiteren Musiker sind der Schlagzeuger Michi Stulz, der Bassist André Pousaz und das Multitalent Stefan Rusconi am Klavier. Gerade Stefan Rusconi dürfte dem ein oder anderen durch seine Band »Rusconi«, mit der er auch auf unserem »Between the Beats Jazz-Festival« auftreten wird, bekannt sein.
Mit der Geige als tragendem Element ist dem Quartett ein spannendes und vielfältiges Album gelungen. Das Zusammenspiel der vier Musiker funktioniert prächtig und jeder bekommt von den anderen genügend Freiraum, sich selbst in den einzelnen Stücken frei entfalten zu können. Vor allem die Kombination Geige und Klavier wirkt sehr erfrischend und verleiht dem Album einen melancholischen Grundton. Es fällt schwer, einzelne Songs hervorzuheben, das Gesamtkonzept macht es aus. »Flowing Mood« fließt, wie der Titel es schon sagt, einfach vor sich hin. Es versetzt einen in eine ganz bestimmte Stimmung und beim Hören wird die Vorfreude auf das nächste Stück immer weiter gesteigert. Es macht fast schon süchtig und – am Ende angekommen - will es direkt wieder von Anfang an gehört werden. Die elf Stücke, mit vielen ruhigen andächtigen Passagen aber auch musikalischen Höhepunkten ausgestattet, fügen sich perfekt ineinander ein und sorgen für die nötige Spannung und Abwechslung eines guten Albums. Wenn das mal kein Plädoyer für den Einsatz der Geige in der Jazzmusik ist…
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und Markus Muffler
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06.09.2010
Dennis Wiesch
Dieser oft gesampelte Song von Donald Byrd's 1975er Album »Stepping Tomorrow« auf Blue Note ist ein wahres Meisterwerk. Weitere Mitwirkende waren unter anderem Harvey Mason, Chuck Rainey und Gary Bartz!
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Walter Gropius: Ganz starkes Album. Kann mich dem Autor nur anschließen. [mehr]
Krass: Alleine der Name verheisst da schon viel ;-) [mehr]
Ferry: Da bleibt einem ja nicht mehr viel anderes übrig, als sich auf das Festival zu freuen! Medeski... [mehr]
Jonas: Die Badische Zeitung hat in ihrer heutigen Ausgabe einen super Bericht über Rusconi... [mehr]
Krass: Wahnsinn, dass Sie es geschafft haben, Manu Katche zu bekommen. Hätte es nicht gedacht, dass... [mehr]