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08.06.2010 | Dennis Wiesch
Mit ihrem zweiten Album »The Yellow Of The Sun In You« ist der dänischen Combo Povo ein sehr gelungenes und vor allem vielfältiges zweites Album gelungen. Schon in der Vergangenheit hat die Band einige Veröffentlichungen, Erfolge und viel positives Feedback vorzuweisen. Auch DJs und Produzenten wie Gilles Peterson, Kyoto Jazz Massive und Nicola Conte zählen zu ihren großen Fans.
Die beiden Köpfe von Povo sind Lars Vissing und Anders-Peter Andreasen und arbeiten nun schon seit dem Jahre 2002 zusammen. In dem Jahr erschien auch ihre erste Single auf dem zu der Zeit recht erfolgreichen NuJazz-Label »Raw Fusion«. Nach diversen weiteren Singles und dem Debütalbum »We are Povo« nahm sich die Band eine kleine Auszeit und legt nun das zweite Album nach.
Die größte Überraschung auf dieser Platte ist sicherlich der Gastauftritt des US-amerikanischen Jazzsängers Andy Bey. Auf insgesamt fünf Stücken, darunter auch eine Coverversion seines Klassikers »Celestial Blues«, ist er zu hören und verleiht den Songs eine ganz persönliche Note. Der mittlerweile auch schon 71-jährige Bey machte in seiner langen und beeindruckenden Karriere vor allem durch seine Kooperationen mit so bekannten Musikern wie Gary Bartz, Pharoah Sanders, Horace Silver, Max Roach und Kenny Burrell auf sich aufmerksam.
Nach dem schönen und leichten Opener – gleichzeitig das Titelstück - »The Yellow Of The Sun In You«, gesungen von Andy Bey’s Nichte Saidah Baba Talibah, ist direkt das erste Ausrufezeichen des Albums zu hören: eine Coverversion des Bob Dylan Songs »It’s All Over Now, Baby Blue«. Nach zwei Balladen folgt mit »What Not To Do« ein Song mit einer gehörigen Portion Funk und darauf das sehr groovende »Celestial Blues«, das gerade durch Andy Bey’s herausragende Stimme überzeugt. Auch die weiteren Songs fügen sich bestens in das Gesamtkonzept des Albums ein und bestechen durch eine gewisse Variabilität. Zu erwähnen ist noch eine weitere Coverversion, dieses Mal bearbeitet die Band den ursprünglich 1970 entstandenen Song »She Brings The Rain« von der Krautrock-Band Can.
Alles in allem ist »The Yellow Of The Sun In You« ein erfrischendes und abwechslungsreiches Album, das moderne Sounds und Beats mit interessanten Anleihen aus dem klassischen Jazz der 50er und 60er Jahre vermischt und diverse Reminiszenzen an die gute alte Soulmusik beinhaltet. Eine weitere gute Veröffentlichung aus dem Hause Ricky-Tick Records!
22.08.2011
Jan Obri
Bezeichnender Song für meine wieder entdeckte Liebe zu 60s, Soul und R&B...
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