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10.05.2010 | Dennis Wiesch
Das finnische Sextett Dalindèo hat vor wenigen Wochen sein zweites Album mit dem Namen »Soundtrack For The Sound Eye« veröffentlicht. Gegründet wurde die Band vor etwa sechs Jahren von Komponist und Produzent Valtteri Pöyhönen. Seitdem geht der Weg stetig nach oben, wurde das Sextett doch direkt in den Anfängen während eines Konzerts von dem damals sich ebenfalls in den Startlöchern befindenden Label »Ricky Trick« unter Vertrag genommen.
Nach einem erfolgreichen Debütalbum und einiger Singles legt Dalindèo nun den Nachfolger nach und begeistert mit einer wahren Vielfalt an Sounds und Einflüssen. Aufgenommen wurde das Album in Berlin, geschrieben allerdings in Paris und Helsinki. Erstmals experimentiert Pöyhönen nun auch mit Gesang und konnte für dieses Vorhaben die Sängerin Bajka gewinnen. Dem ein oder anderen mag ihre Stimme von diversen Songs des Münchener Projekts Beanfield bekannt vorkommen.
Entstanden ist ein Album, dass sich – ganz in der Tradition ihres Hauslabels Ricky-Tick – dem Genre »soulful Dancefloor-Jazz« zuordnen lässt. Wer jetzt an olle Acid-Jazz Kamellen und Mojo-Club Sampler denkt, wird sich spätestens beim Hören dieser Platte aber gewaltig irren. Die Band selbst beschreibt ihren Sound als »Cinematic Jazz« und sehr wohl kommen einem beim Hören diverser Stücke wie »Kantava Voima«, »Take Cover« und »Vintage Voyage« Assoziationen zu alten schwarz-weiß Agentenfilmen. Dalindèo schafft es, genau diese Atmosphäre und Stimmung durch seine Songs zu vermitteln. Aber auch Einflüsse aus dem Oldschool- und Balkanjazz sowie Afrobeat kommen hier zur Geltung und geben dem Sound eine ganz eigene Note. Ein wirklich gutes zweites Album, auf diese Band wird in Zukunft zu achten sein!
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