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29.01.2010 | Dennis Wiesch
7-inches, die kleinen süßen Vinylscheiben die sich mit 45rpm auf dem Plattenspieler drehen, sind zwar Kult, aber auch ein extrem gutes Fitnessprogramm. Auf eine Seite passt in der Regel genau ein Song, dessen Laufzeit sich auf höchstens 3-4 Minuten beschränkt. So ist man beinahe mehr damit beschäftigt, wieder aufzustehen, die Schallplatten zu wenden und den Tonarm aufzulegen, als in den tatsächlichen Genuss des jeweiligen Songs zu kommen. Trotzdem üben sie auf mich nach wie vor eine ganz besondere Faszination aus.
Ein Label, das sich fast ausschließlich auf die Veröffentlichung von 7-inches konzentriert, heißt »Jazzman«, wurde gegründet von Gerald Short und hat seinen Sitz in London. Das Konzept von »Jazzman« ist es, längst vergessene Schätze, schwer aufzuspürende Originale und schon damals leider wenig beachtete phänomenale Songs in einer kleinen Auflage zu einem absolut fairen Preis wieder auf den Markt zu bringen. Die bekanntesten Künstler, die auf diesem Label auftauchen, sind unter anderem Marlena Shaw, Nina Simone, Mark Murphy und Carmen McRae.
So hat sich »Jazzman« zu einem der führenden Reissue-Labels weltweit entwickelt und bestätigt diesen Ruf mit jedem Release aufs Neue. Mittlerweile sind 71 Platten in diesem Format erschienen, alle aus den Genres Funk, Jazz und Soul der 60er und 70er Jahre. Hinzu kommen noch diverse LPs von ausgewählten Künstlern und einige nicht zu verachtende CD-Compilations.
Die aktuellste ist zugleich die vielleicht außergewöhnlichste: Der amerikanische HipHop-DJ J-Rocc hat sich den kompletten Jazzman - Backkatalog zur Brust genommen, etwa 30 Songs ausgewählt und diese zu einem lupenreinen DJ-Mix zusammengeschustert. Dieser Mix beweist, dass Turntablism wahrlich als Kunstform bezeichnet werden darf und mit J-Rocc der vielleicht beste seiner Art für dieses Projekt verpflichtet werden konnte. Die Art und Weise wie J-Rocc die Songs miteinander verbindet und zueinander überleitet, ist absolut hörenswert. Er behandelt jeden Song mit dem nötigen Respekt und gibt ihnen den nötigen Raum und die Zeit, sich frei entfalten zu können.
Wer also bereit ist, mal wieder ein paar neue alte Songs mit viel Groove und Soul zu entdecken und diese auch noch in einem spannendem Mix serviert bekommen mag, sollte an dieser CD nicht vorbeigehen!
Ach ja: beim nächsten London-Trip unbedingt den Jazzman – Plattenladen in Camden Town besuchen!
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05.03.2010 | Dennis Wiesch
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08.03.2010
Jan Obri
Möglicherweise DIE neue Stimme am Pophimmel. Camera Obscura machen aus blümerant glücklich.
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Strike: Die Tonbruket finde ich auch ganz toll.
Läuft bei mir seit Wochen rauf und runter.
Bin... [mehr]
Strike: Bin gerade durch Zufall auf eure Seite gestossen. Danke an Google!
Ausgezeichnete... [mehr]
Jon: Soul Jazz ist richtig gut.
Alleine wegen der umfangreichen und informativen Booklets lohnt... [mehr]
Markus Muffler: @John: Vielen Dank fuer die aufmunternden Worte. Wir versuchen unser Bestes. Das Team ist in... [mehr]
Anna: Vielleicht ist bei live Alben ja auch etwas anderes, wenn man vorher auf dem Konzert war. Denn... [mehr]