Nachbericht zur jazzahead in Bremen - Teil 1

Geschrieben von Dennis Wiesch am 13. Mai 2009 | Abgelegt unter Allgemein, Musik

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Vor knapp drei Wochen fand in Bremen zum vierten Mal die Jazzmusikmesse “jazzahead” statt.
Weit über 100 Aussteller aus vielen Ländern (z.B. Spanien, Finnland, Kanada) hatten hier ihre Informationsstände aufgebaut, um ihre Musik, Künstler oder Veranstaltungen zu promoten.  Ob Booking Agenturen, Labels, Festivals, das Bureau Export (fördert den kulturellen Austausch zwischen französischen und deutschen Künstlern), das Magazin Jazzthing, dass demnächst mit einigen tollen Innovationen auf der eigenen Website überraschen wird oder das Jazz Institut Darmstadt. Fast alle wichtigen kulturellen Institutionen aus dem Bereich Jazz waren hier vertreten.
Neben den vielen Ständen wurden auch eine Vielzahl an Konferenzen, Workshops und Podiumsdiskussionen abgehalten. Zwei Konferenzen die ich besucht habe und äußerst interessant waren, handelten von den Themen “Tourismus trifft Jazz” und “Die Zukunft des Jazzradios”.

Zum ersten Thema konnten Vertreter der Jazzfestivals aus Südtirol und Saalfelden sowie der Gründer des Montreux Jazz Festivals, Claude Nobs, gewonnen werden. Alle drei haben es unabhängig voneinander geschafft, ihre ursprünglich regional bekannten Festivals in der ganzen Welt berühmt zu machen und zu etablieren. Mit außergewöhnlichen Aktionen, enger Zusammenarbeit mit der hiesigen Tourismusbranche und der Exklusivität bestimmter Künstler sind sie aus der Riege der internationalen Jazzfestivals schon längst nicht mehr wegzudenken. “Sei einzigartig” und “mach was besonderes” lautet die erfolgreiche Devise aller drei Organisatoren. Einzig erstaunlich war für mich, dass sich für dieses interessante Thema nur etwa 40 Zuhörer eingefunden hatten.

Zu der Diskussion über die Zukunft des Webradios und welche Rolle das Internetportal Myspace dabei spielt, waren drei Gesprächspartner eingeladen: Oliver Poche von Myspace Deutschland, Alex Webb (Barbican Center UK, ehemals tätig für Radio 1, BBC) und Markus Partanen (Journalist und Radiomoderator aus Finnland). Moderiert wurde die Diskussion von David Francis (Sound & Music London). Nach einer kleinen Einführung in das Phänomen Myspace und besonders in Myspace Radio wurde unter anderem erörtert, welche Möglichkeiten Myspace Radio kleinen unabhängigen Radiosendungen bietet und welche Gefahr darin besteht. Viel gesprochen wurde aber auch über die zentrale Frage, welche Marketingmöglichkeiten es gibt, um sich als kleine unabhängige Radiostation in der Weite des Internets Gehör zu verschaffen. Eigentlich war mir am Ende nur klar was ich eh schon wusste: es gibt viel zu viele Webradios und bietet man nichts besonderes und geht keine Kooperationen ein, wird man schneller in der Versenkung verschwinden als einem lieb ist. Auch dieser Diskussion wohnten leider nur knapp 20 Zuhörer bei.

Nach dem vielen Gerede waren die vielen Livekonzerte auf der jazzahead eine willkommene Abwechslung. Welche Künstler ich gehört habe und mein persönlicher Erlebnisbericht der Messe lesen Sie an dieser Stelle in wenigen Tagen!

Ein Kommentar zu “Nachbericht zur jazzahead in Bremen - Teil 1”

  1. am 13. Mai 2009 um 16:01 1.Michael schrieb …

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Leider konnte ich selbst nicht dort sein…Beste Grüße, Michael

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