Judith Holofernes‘ aktuelle Solo-Musik bewegt sich rasant zwischen sehr unterhaltsam und sehr traurig. Mit ihrer ersten Platte „Ein leichtes Schwert“, die 2014 erschien, zog sie auch erstmals ohne ihre Mitstreiter von Wir Sind Helden in die Welt hinaus. Der Nachfolger „Ich bin das Chaos“ (2017) schließt in seiner Spielfreude klar an das „zerzauste Debüt“ an, mit wilden Einflüssen zwischen Nick Cave, dem frühen Bowie oder Marvin Gaye und Cyndi Lauper. Eine Handvoll melancholische Stücke bilden das dunkle Herz einer ansonsten hellen, zugewandten, offenherzigen Platte. „Wir sind doch alle verliebt ins Chaos, mit mehr oder weniger Sicherheitsabstand. Natürlich fürchten wir es auch, und wehren uns. Das ganze Leiden und Feilschen, all die ungeschickten Versuche, das Chaos zu beherrschen – das rührt mich, und gleichzeitig finde ich es wahnsinnig komisch“, sagt die Berlinerin.

 

 

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